Diverse Tests bei Elektrosensibilität

Allergiker haben es leicht, sie reagieren entsprechend schnell auf Pollen und können auf fast alle Pollen eindeutig getestet werden. All jene die an Elektrosensibilität leiden habe es da schon schwieriger. Laut einer schweizer Studie leiden 2-5% der Bevölkerung an Elektrosensibilität. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Erscheinungsbilder nicht unbedingt sofort auftreten müssen und die Unpässlichkeiten auch viele andere Ursachen haben können. Bis zur eindeutigen Diagnose, die mitunter Jahre dauern kann, werden Elektrosensible oft auch als Hypochonder hingestellt.

Ich habe eine Webseite gefunden (www.psiram.com), in der verschiedene Testverfahren besprochen werden. Hier ein Auszug aus dieser Webseite.

“Zum Nachweis einer als zu hoch empfundenen Belastung durch elektromagnetische Felder oder auch zum vermeintlichen Nachweis einer Elektrosensitivität werden verschiedene Tests angeboten.

  • EHS-Test nach Klitzing
  • Melatonin. Gelegentlich wird die Bestimmung der Melatoninkonzentration (oder von Kataboliten) in Urin, Blut oder Speichel vorgeschlagen, um auf diese Weise “die Belastung des Körpers mit elektromagnetischen Feldern zu erfassen”. Die Melatoninkonzentrationen in diesen Körperflüssigkeiten schwanken allerdings täglich (circadian) und sind in der Regel im Alter erniedrigt. Die Mitteilung der RKI-Kommission “Methoden und Qualitätssicherung in der Umweltmedizin” zeigt, dass neben der bekannten Abhängigkeit von der Lichteinwirkung noch diverse weitere Faktoren Einfluss auf die Melatoninsekretion haben:
    • das Lebensalter
    • die Zyklusphase bei Frauen
    • Medikamenteneinahmen (Betablocker, Calciumantagonisten, Psychopharmaka usw.)
    • Alkoholkonsum
    • Ernährung (Tomaten, Bananen, Mais, Coffein)
    • Fasten, Hungerzustände, Anorexie

Die vermutete (nicht bewiesene) Abhängigkeit der Melatoninsekretion von niederfrequenten (neuerdings auch hochfrequenten) elektromagnetischen Feldern wird von diesen Faktoren so stark überlagert, dass die Messung des Melatonins keine Aussage zur Belastung mit elektromagnetischen Feldern erlaubt.[22]

  • Encephaloscan, eine hauptsächlich in Frankreich in mobilfunkkritischen Kreisen bekannte Ultraschalluntersuchung, die eine Elektrosensibilität beweisen soll.
  • Nachweise von freien Radikalen im Blut. Die Messung freier Radikale verspricht bei Gesunden keinen nachweisbaren Nutzen. Aufgrund der extrem kurzen Halbwertszeit ist es nahezu unmöglich, die gemeinten freien Radikale direkt im Blut nachzuweisen. Die Messung freier Radikale erfolgt daher indirekt über eine Bestimmung der Konzentration von Substanzen, die mutmaßlich durch freie Radikale verändert wurden, z.B. von Antioxidantien. Auch gibt es Blut-Tests, die die Fähigkeit zur “Entgiftung” zugegebener Radikalbildner untersucht. Zu diesen Verfahren der FRAS (Ferric Reducing Antioxidant System) eingesetzt, der auch versuchsweise zur Bestimmung einer Elektrosensibilität verwendet wird. Aber: eine herabgesetzte antioxidative Kapazität bedeutet nicht unbedingt oxidativen Stress, da antioxidative Schutzmechanismen auch an die im Körper vorliegenden Konzentrationen freier Radikale angepasst und somit bei Bedarf herunterreguliert werden können.
  • Komplexe Serum–Redoxdifferenz–Provokationsanalyse nach Heinrich
  • Elektrosensibilitätstests mit niederfrequentem Strom werden an der Universität Witten-Herdecke und an der TU Graz[23] angeboten. Beim Verfahren in Graz werden bei der Versuchsperson 2 Elektroden am Unterarm angebracht, die in einen Stromkreis eingebunden sind. Die Stromstärke des niederfrequenten Stroms (50 Hz) wird auf verblindete Weise stufenweise bis zur Wahrnehmung erhöht. Auf diese Weise wird die individuelle Wahrnehmungsschwelle ermittelt.”

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